Weide

                        Hairen und verändern

Mit Hairen ist Haare ankleben gemeint.

Die Modellpferde sind an sich schon im Grunde so hübsch, daß sie keiner weitern Veränderung bedürfen.

Manches mal bekommt man aber ein vielleicht ramponiertes Modell in die Hände, das man wieder in den alten Glanz zurückversetzen möchte und der Weg zum Wie-wäre-es-denn-mit-echten-Haaren ist da nicht weit.

Wer sich intensiv und länger damit beschäftigen möchte- es gibt da regelrechte Experten- nimmt Mohair, fräst und sägt in die Modelle und klebt alles fest- aber das gefiel uns nicht.

Wir haben hier daher einen echten Alternativ-Vorschlag, bei dem man das Modellpferd kein bißchen beschädigt und auch hinterher problemlos wieder in den alten Zustand - so ganz ohne "echte" Haare- , zurückversetzten kann.

Dazu nimmt man einfach Teddyfell, das ist sogar hinten mit einem Stoff versehen, und den kann man z.B. entsprechend dem Schweif wie eine kleine "Schultüte" formen, in sich kleben und dann sozusagen über den "echten" Schweif darüberstülpen, nachdem man vorher noch ein kleines Schießgummi am oberen Rand eingeklebt hat, der das Ganze dann hält. Der obere Rand wird dabei umgekippt, so daß die (rauhe) Stoffseite nicht am Modellpferdeschweif scheuern kann und fertig ist der "neue" Schweif.

Natürlich sind die Ergebnisse damit nicht ganz so  "echt" wie mit Mohair, aber dafür bleibt auch das Pferd heil und man damit auch mehrere Pferde "beglücken" und nicht nur eins.

Zu dem oberen Bild:

Das Modell auf dem Bild ist mindestens 19 Jahre alt, evtl. auch ca. 39- und hat nicht einen Kratzer. Viel zu schade, um es zu befräsen, bekleben oder sonstwas, aber mit dem Teddyfell kann man auch damit mal ein anderes Bild machen- und auch, wenn es noch nicht ganz so ist, wie es sein sollte, dann muß man wissen, daß es das erste Bild damit war und ungefähr vom Kauf des Teddyfells bis zum Bild etwa 3 Stunden gedauert hat.- Dafür ist das Ergebnis sehenswert (und preiswert).

Zu dem nächsten Bild:

Hier ist dasselbe Modell, die Mähnenhaare sind nur aufgelegt, nicht angeklebt, und können jederzeit wieder abgenommen werden. Dadurch, daß ein Stoff auf der Rückseite die Haare gut zusammenhält, kann man die Mähne schneiden, ohne Probleme zu haben, man könnte auch flechten, ganz wie man möchte (vielleicht probieren wir das demnächst einmal)- und immer entsteht ein einfach zu fertigendes Bild, das kostengünstig ist, die Mähne und der Schweif sind ohne Probleme zu frisieren und wenn man genug von einem Bild hat, kann man alles auch wieder abmachen - ohne das "normale" Modell im geringsten beschädigt zu haben (der Blitz der Kamera hat auf den Stirnriemen reflektiert).

Die Decke ist auch selbstgemacht und war ebenfalls sehr günstig - es muß nicht immer teuer sein, um gut auszusehen.

Der Lohn, ein älteres, völlig unversehrtes Pferd eben NICHT verändert zu haben und trotzdem ein Pferd mit "echten" Haaren mal als Bild zu haben, ist es uns auch wert.

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