Weide

         Ständerhaltung

In der heutigen Zeit ist die Ständerhaltung verpönt, zugunsten der Pferde.

Trozdem fehlt jetzt den Menschen etwas, denn das Gefühl, wenn man in einem Ständer tritt, sich das Pferd zu einem wendet und leise zuschnobert, in Erwartung des Stückchens Brot oder einen Grashalm, ist mit nichts auf der Welt zu vergleichen.

Wenn ein Flankierbaum da ist, kann sich das Tier auch im Schlaf ausstrecken, aber die Haltung in einer Box ist natürlich für das Pferd angenehmer.

Trotzdem, es fehlt den Menschen etwas, denn wenn die Sonne schräge Strahlen in die Stallgasse schickt, während die Pferde drumherum leise an ihrem Heu mümmeln,  und vielleicht eine Schwalbe durch den Stall fliegt, um damit ihre Jungen zu füttern, tschilp, ist ein Anblick, den man bei Boxenhaltung einfach nicht mehr zu sehen bekommt.

zu den Bildern:

 

Flankierbäume sind Dinge, die heute schon fast ausgestorben sind. Früher hing man auch das Zaumzeug an die Pfosten und hatte so alles griffbereit.

Die Kette (hier etwas eng) hatte den Sinn, ein Pferd zurückzuhalten, falls es sich mal losgerissen hatte. In dieser Zeit hatten Pferde vorne auch selten Strahlfäule, da  sie ja nie mit den Vorderbeinen im Mist gestanden haben.

Für die Tiere war es natürlich langweilig, wer will schon ständig auf eine Mauer gucken, aber für die Seele der Menschen war der Anblick beruhigend, anders als heute, wo man vor der Box mit den hohen Gitterstäben steht und im Grunde nichts mehr vom Pferd sieht, wenn man in einem Stall "spazierengeht".

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